Stein der Weisen

 

Splitt oder Kiesel

Splitte sind gebrochene Steine, Kiesel sind natürlich gerundete Steine bzw. künstlich
gerundete Steine (getrommelt). 

Für den Steingarten eignen sich Splitte und Kiesel gleichermaßen. Für Auffahrten und Wege ist eher Splitt geeignet, wobei eine feine Körnung bis 8/16 mm gewählt werden sollte. Es wird dann eine höhere Festigkeit erreicht.

Selbstverständlich kann man für einen Steingarten unterschiedliche Körnungen, sowie Kiesel und Splitte gleichzeitig  gestalterisch einsetzen. Ihrer Phantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt.

Möchte man grobkörnigeren Schotter bzw. Bruchsteine einsetzen, ist eine Grundlage mit feinerem Splitt zu empfehlen. Dadurch wird eine bessere Deckung erreicht. Alternativ kann man auch beide Materialien mischen.

Der Splittbedarf bzw. der Kieselbedarf richtet sich nach der Korngröße und der Einbauhöhe. Für einen Ziergarten sollte man, damit eine gute Deckung erreicht wird, ungefähr die doppelte Größe des größten Kornanteils für die Einbauhöhe zu Grunde legen. Es handelt sich hierbei nur um ein Richtmaß. Erfahrungsgemäß liegt man mit einer Einbauhöhe von 4 - 6 cm ( Körnungen von 8-11 mm bis 16 -32 mm) richtig.

Berechnung des Steinbedarfs in Tonnen:

  • m² x Einbauhöhe = m³
  • m³ x 1,6 = Tonnenbedarf

Empfehlenswert ist die Verlegung eines Unkrautvlieses als Unterlage für den Splitt bzw. Kiesel.

Den Splitt sollte man nach Verarbeitung (Verlegung) abspülen, damit der Steinstaub, der beim Brechen entsteht,  entfernt wird.

 

 

Infos über Gesteinsarten

 

Granit

Granit ist ein Tiefengestein und hat wegen seiner hohen Widerstandskraft, Härte und Wetterfestigkeit und wegen seiner guten Schleif- und Polierbarkeit eine große Bedeutung im Bauwesen. Das Farbspektrum reicht bei Graniten von hellem Grau bis bläulich, rot und gelblich. Granit besteht hauptsächlich aus Quarz, Feldspat und Glimmer (Biotit) und hat eine kristalline Struktur, die von mittel- bis grobkörnig reicht.

Im Gartenbau benutzt man Granit für die Gestaltung von Wegen, Auffahrten und Terrassen, aber auch als Splittbelag und für Gartenfiguren, sowie für Brunnen.

 

Basalt

Basalt ist ein basisches Ergussgestein. Es besteht vor allem aus einer Mischung von Eisen- und Magnesium-Silikaten. Basalt ist das Gestein mit der größten Verbreitung.

Für gewöhnlich ist der Basalt dunkelgrau bis schwarz und besteht zum größten Teil aus einer feinkörnigen Grundmasse. Gröbere Einsprengungen sind relativ selten.

Basalte werden für Boden- und Treppenbeläge, Pflastersteinen, Grabsteinen und für den Straßen- und Gleisbau verwendet. Als Splitt ist er wegen seiner gleichmäßigen Färbung sehr beliebt.

 

Sandstein

Sandstein ist ein klassisches Sedimentgestein mit einem Anteil von mindestens 50% Sandkörnern, die aus verschiedenen Mineralien, meistens Quarz, bestehen. Er ist ein sehr weit verbreitetes Gestein und kommt auf allen Kontinenten vor.  Als Baumaterial findet der Sandstein im Haus-, Straßen- und Landschaftsbau Anwendung. Die Farbe von Sandstein kann variieren, übliche Farben sind grau, gelb, braun und rot. Zu beachten ist bei einigen Sorten die geringe Frostbeständigkeit und die fehlende Tausalzbeständigkeit bei allen Sandsteinen.

 

Kalkstein

Als Kalkstein werden Sedimentgesteine bezeichnet, die ganz überwiegend aus den Mineralien Calcit und Aragonit bestehen. Kalkstein ist ein äußerst variables Gestein; das betrifft sowohl seine Entstehung als auch seine Eigenschaften, das Aussehen und die wirtschaftliche Verwendbarkeit. Für die Baustoffindustrie ist Kalkstein einer der wichtigsten Rohstoffe. Große Kalksteinvorkommen befinden sich im mittleren und südlichen Teil Deutschlands. Kalksteine besitzen in den meisten Fällen eine helle, graue, graugelbe bis gelbe Farbe (z.B. Jura). Es kommen aber auch kräftigere, vor allem rote Farben recht häufig vor.

 

Gneis

Gneise sind weltweit verbreitet. In der Regel haben diese Gesteine seit ihrer Entstehung gleich mehrere Phasen der Gesteinsumwandlung mitgemacht. Sie bilden die ältesten Gesteinsformationen der Erde. Oft werden Gneise auch als „Granit“ gehandelt, da sie sehr ähnliche Eigenschaften wie Granit aufweisen. Sie haben allerdings eine höhere Wasseraufnahme. Sie sind als Natursteine polierfähig und weitgehend frostbeständig.

 

Quarzit 

Quarzite sind fein- bis mittelkörnige metamorphe Gesteine, die mit Quarzgehalten ab 98% definiert sind. Sie zeichnen sich durch relativ große Beständigkeit gegenüber Umwelteinflüssen aus. Quarzit ist weltweit verbreitet. Vorkommen in Europa sind etwa die zahlreichen Quarzitvorkommen in den Alpen. Aufgrund seiner Härte war Quarzit ein recht brauchbarer Ersatz für Feuerstein. Insbesondere als Naturstein finden viele Quarzite Verwendung.

 

Grauwacke

Bei Grauwacke handelt es sich um einen Sandstein mit Anteilen von Quarzit, Feldspat und Tonschiefer. Die Farbvarianten reichen von mittelgrau bis hellocker mit gelblichen und rötlichen Tönen, seltener mit grünlichen Tönen. Seine Festigkeit und Widerstandskraft machen dieses Gestein zum gestalterischen Universalttalent.

 

Marmor

Marmor ist ein Carbonatgestein, das aus den Mineralien Calcit, Dolomit oder Aragonit besteht. Marmore erkennt man optisch auch daran, dass einzelne Kalkspatkristalle in der Spaltfläche, je nach Richtung des Lichteinfalls, glitzern. Die Farbvarianten des Marmors reichen von schwarzgestreift über gelb, grün, rosa bis zu weiß. Marmor ist begehrtes Bildhauermaterial, leider aber sehr säureempfindlich.